Mittwoch, 4. November 2026 · Türöffnung 18:30 · Start 19:00
Ankommen, Getränk holen, Namensschild, in Ruhe ankommen.
Kurz und neutral: worum es bei den beiden Vorlagen geht, verständlich für alle, auch ohne Vorwissen.
Ihr sitzt in Kleingruppen von rund 6 Personen zusammen und sprecht jeweils über eine Vorlage. Nach jeder Runde wird gewechselt, insgesamt drei Runden, mit wechselnden Gesichtern und Perspektiven. Reden oder einfach zuhören: beides ist willkommen.
Weiterreden, kennenlernen, netzwerken, so lange du magst.
Tippe auf eine Vorlage, um sie zu öffnen. Die Argumente dafür und dagegen kannst du mit dem Regler in der Mitte vergleichen.
Die vom Volk beschlossene 13. AHV-Rente soll teilweise über eine höhere Mehrwertsteuer finanziert werden. Der Normalsatz soll dauerhaft um 0,4 Prozentpunkte steigen. Weil es sich um eine Verfassungsänderung handelt, braucht es das Ja von Volk und Ständen.
Die Mehrwertsteuer belaste tiefere Einkommen anteilig stärker als hohe. Der AHV-Fonds sei derzeit gut gefüllt, und höhere Konsumsteuern schwächten die Kaufkraft und den Konsum.
Die Erhöhung sichere die Finanzierung der 13. AHV-Rente. Über die Mehrwertsteuer tragen alle bei – auch Pensionierte und Gutverdienende –, während Güter des täglichen Bedarfs zum reduzierten Satz verschont bleiben.
Die Volksinitiative «Ja zu fairen Bundessteuern auch für Ehepaare – Diskriminierung der Ehe endlich abschaffen!» will die sogenannte «Heiratsstrafe» beseitigen. Ehepaare sollen bei der direkten Bundessteuer nicht mehr schlechtergestellt werden als unverheiratete Paare; angewendet würde jeweils die tiefere Steuervariante.
Der Vorteil verschiebe sich nur, statt alle gleich zu behandeln. Die gemeinsame Besteuerung setze für Zweitverdienende – meist Frauen – geringere Erwerbsanreize als die Individualbesteuerung, stehe im Widerspruch zur beschlossenen Individualbesteuerung und drohe bürokratisch zu werden.
Die Initiative beende die steuerliche Benachteiligung der Ehe: Ehepaare zahlen heute bei der Bundessteuer teils mehr als Konkubinatspaare. Die Lösung sei familienfreundlich und mit den kantonalen Steuersystemen abstimmbar.
Am 29. November stehen zwei weitere eidgenössische Vorlagen an – die Feuerwerksinitiative und die Änderung des Kriegsmaterialgesetzes. Auch dafür ist in der dritten Gesprächsrunde Raum.
Sachinformationen: offizielle Mitteilungen der Schweizerischen Bundeskanzlei.
Wir geben keine Abstimmungsempfehlung ab. Pro und Contra bekommen bei uns immer gleich viel Raum - die Meinung bildest du dir selbst.